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Klaus klöppelt in Rositz

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rosi_2.jpg Alte Handwerkstechniken, die einst Korbmacher, Töpfer oder Steinmetze ausübten, sind heute vielerorts in Vergessenheit geraten. Vielerorts? Nein. Eine von unbeugsamen Ostthüringern bevölkerte Gemeinde im Altenburger Land will das nicht hinnehmen und veranstaltet alljährlich ihren Rositzer Handwerker- und Bauernmarkt. Dort werden altes Handwerk, aber auch alte Handarbeitstechniken wie das Klöppeln, präsentiert. Ob das Klöße machen auch schon zum alten Eisen zählt? Klaus wollte das genau wissen und reiste dafür nach Rositz.

Rositz war für Klaus einfach zu finden. Er musste einfach nur dem Duft nacheilen. Welchem Duft? Na dem Duft vom Mutzbraten. Den roch Klaus nämlich schon in Meuselwitz, als er auf der B 180 gen Rositz rollte. Dort angekommen, erfuhr Klaus auch gleich, dass der Rositzer Handwerker- und Bauernmarkt auf eine lange Tradition zurückblicken könne. Schon zu DDR-Zeiten lockte der Markt Besucher aus nah und fern an, die hier begehrte Waren, welche im Ladenregal nicht immer leicht zu finden waren, kaufen konnten. Gewissermaßen sind die Rositzer ihrem Konzept treu geblieben: denn wo bekommt man heute noch Leitern, Seifen oder geklöppelte Spitzen - hergestellt in Thüringen? Das sehen wohl die Besucher des Handwerker- und Bauernmarktes genauso. Denn jährlich am dritten Wochenende im September strömen sie zu Tausenden herbei, wodurch der Markt, der anlässlich der Rositzer Kirmes abgehalten wird, zu den größten Veranstaltungen im Altenburger Land zählt. Um für den Besucherstrom gewappnet zu sein, galt es für Klaus sich zunächst einmal einen passenden Standplatz zu suchen. Direkt neben dem Mutzbratenstand – das war ihm jedoch einfach eine zu heiße Nummer. Was wenn hier die Idee reift „Mutzklöße“ anzubieten? Kettensägekunst und Sensen dengeln – ein gefährliches Pflaster für einen kleinen Kloß. Neben dem Stand der ortsansässigen Seifenhexe Siggi gefiel es Klaus dagegen gut. Es duftete hier so verführerisch und die Siggi wusste allerlei Interessantes rund ums Seifenmachen – rein auf planzlicher Basis versteht sich – zu berichten. Und nicht nur das, die Siggi konnte Klaus auch pausenlos von ihrem Handyspiel erzählen, so dass sich spätestens hier die Brücke von Tradition zu Moderne schloss. Ein paar Meter hin waren die emsigen Altenburger Klöppelmäuse am Werk. Klaus wollte am liebsten gleich mitmachen, aber die Klöppeldamen meinten, dass es sehr, sehr schwer werden würde, ein Kloßsäckchen zu klöppeln. Schließlich machte es Klaus nichts aus das Säckchen nicht bekommen zu haben. Er blieb einfach hier und kam so über sein kniffliges Kloß-Quiz mit vielen Besuchern des Handwerker- und Bauernmarktes ins Gespräch. Viele schöne alte Geschichten rund ums Klöße machen kamen ans Licht – doch heute? – heute mache man die nicht mehr selbst. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass es nur wenige Besucher gab, die die Fragen rund um den Thüringer Kloß richtig beantworten konnten. Doch damit wollte sich Klaus nicht abfinden und pries nun seine Kloßsäckchen und das „Kleine Thüringer Kloßbuch“ an, in dem alles Wissenswerte über Klöße vermerkt ist. Am Ende des Tages war Klaus über die vielen interessierten Besucher hoch zufrieden und bedankt sich ganz herzlich bei den Rositzern für diesen gelungenen Markttag. Ein besonderer Dank für die Einladung geht an Herrn Stange, der so gar kein Bürgermeister „von der Stange“ ist, und sein Team – vielen lieben Dank. Möge weder Klöppeln noch Klöße machen je in Vergessenheit geraten. rosi_1.jpg rosi_3.jpg rosi_4.jpg rosi_5.jpg rosi_6.jpg rosi_7.jpg rosi_8.jpg rosi_9.jpg rosi_10.jpg rosi_11.jpg rosi_12.jpg rosi_13.jpg rosi_14.jpg rosi_15.jpg

 

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 18. September 2013 um 12:58 Uhr )  

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